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Videokurs “Dreieckstuch designen” von Makerist [Werbung]

Dreieckstücher habe ich ja schon ein paar gestrickt in den letzten Jahren. Mein allererstes ist immer noch mein absolutes Lieblingsteil! Bisher habe ich allerdings immer fertige Anleitungen genommen und mich nicht an eigene Muster etc. gewagt. Als Makerist mich also fragte, welchen Videokurs ich mal ausprobieren wollte, fiel meine Wahl ziemlich schnell auf “Dreieckstuch designen” mit Rita Maaßen (Mir ist übrigens erst während des Kurses aufgefallen, dass ich ja bereits ein Strickbuch von ihr besitze. 🙂 ).

Überwältigung am Anfang

Gespannt wie ein Flitzebogen fing ich einige Tage später an – und war erstmal geplättet von der Länge des Videokurses. 9 Episoden mit einer Dauer von wenigen Minuten bis hin zu über einer Stunde – insgesamt mehr als 4,5 Stunden Material! Wow! Schnell wurde mir jedoch der Grund für die Länge klar – jede Episode erklärt auch für Anfänger sehr ausführlich, worauf zu achten ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich als Fortgeschrittene nichts mehr lernen konnte – im Gegenteil: ich habe sehr viele wichtige Informationen mitgenommen. Sicherlich wusste ich schon einiges über Dreieckstücher allgemein (Episode 1), über die unterschiedlichen Materialien (Episode 2), über die Möglichkeiten der Zu- und Abnahmen (Episode 3) und auch über die verschiedenen Strickrichtungen (Episode 4) – schließlich habe ich bereits sehr unterschiedliche Arten von Dreieckstüchern gestrickt. Aber dieses Wissen wurde mir erst so wirklich bewusst durch diesen Kurs.

Episode 5 zeigt ein Thema, mit dem ich mich bisher nicht so richtig anfreunden konnte – die Maschenprobe. Vor allem bei einem Tuch finde ich persönlich die genauen Maße nicht so entscheidend, so dass ich mich stark auf die Angaben der Garnbanderole verlasse. Aber nichtsdestotrotz ist es ein wichtiges Thema, das in einem solchen Videokurs nicht fehlen darf.

Einen richtigen Aha-Effekt hatte ich in Episode 6, in der An- und Abschlag-Techniken gezeigt werden. In den meisten Anleitungen heißt es nämlich lapidar “x M anschlagen” oder “locker abketten”. Aber welche Techniken dafür bei Tüchern am besten geeignet sind, konnte ich bisher nirgendwo finden. Und ab und zu habe ich mich schon geärgert, dass die Kanten meiner Tücher nicht flexibel genug waren. Dank des Kurses bin ich hier jetzt wesentlich schlauer!

Unendliche Möglichkeiten

Spannend wurde es dann auch in der Episode 7 mit dem Einfügen von Mustern. Bisher habe ich mich beim Stricken fast ausschließlich auf fertige Anleitungen verlassen und diese höchstens mal ein klein wenig angepasst. Nach der Episode wollte ich es dann aber gleich wissen und habe mich mit Bleistift, Radiergummi und kariertem Papier hingesetzt und verschiedene Muster ausprobiert. Inspiration für Muster gibt es ja ausreichend im Internet. Allerdings fand ich es wahnsinnig schwierig, ein bestehendes Muster in die Dreiecksform des Tuchs zu “pressen”. Dafür musste ich ziemlich viele Anpassungen vornehmen und experimentieren. Aber genau darauf hat Rita ja auch hingewiesen: “Probiert es einfach aus.” war ein viel gesagter Satz. Und Recht hat sie. Nach längerem Hin und Her hatte ich dann zwei Lochmuster, die mir auf dem Papier gut gefallen haben und die ich auch ausprobieren wollte. Mittlerweile habe ich mit den Mustern schon zwei Tücher angefangen (mehr davon, sobald die Tücher fertig sind). Und was soll ich sagen? Es macht einfach gleich noch mehr Spaß, wenn ich weiß, dass ich mir die Anleitung komplett selbst überlegt habe!

An das Thema Kanten und Bordüren (Episode 8) hatte ich ziemlich große Erwartungen, die allerdings nicht ganz erfüllt wurden. Es gibt einfach so viele Arten von Kanten oder Bordüren, dass dies wohl einen eigenen Videokurs füllen würde. Hier muss ich also selber noch einiges ausprobieren (aber erstmal möchte ich mehr eigene Muster entwickeln).

Die letzte Episode (Fertigstellen des Tuchs) ist natürlich auch sehr wichtig, hat mir jedoch nicht sehr viele neue Informationen gebracht. Mittlerweile weiß ich, wie man ein Strickstück nach dem Stricken fertig stellt (auch wenn die Lust sich manchmal sehr in Grenzen hält – die Ungeduld, das Tuch endlich tragen zu können, ist doch sehr groß!)…

Und zum Schluss: einfach nur Vorfreude aufs Ausprobieren

Insgesamt ist der Videokurs sehr ausführlich, sehr anschaulich und wirklich professionell. Rita Maaßen erklärt sehr genau alles, was man braucht, wie die Techniken umgesetzt werden und zeigt ganz nebenbei noch wirklich tolle Tücher (eins davon habe ich sogar selber schon gestrickt, allerdings mit anderem Garn)! Eine Kleinigkeit ist mir jedoch aufgefallen: Die Nahaufnahmen wurden leider von der Seite gemacht, so dass ich z. B. das Aussehen der verschiedenen Zu- und Abnahmen nicht immer gut erkennen konnte. Eine Aufnahme direkt von oben hätte da sicherlich mehr Klarheit gebracht. Aber im Zweifel muss man die verschiedenen Techniken sowieso selber ausprobieren und kann sie dann live selbst erleben und entdecken.

Wichtig für mich war, dass man sich keinen Moment lang eingeschüchtert fühlt von der Vielzahl an Dingen, die zu beachten sind. Rita schafft es mit ihrer entspannten Art ganz wunderbar, dass man sich auch als Nicht-Profi gut aufgehoben fühlt und immer das Gefühl bekommt, dass man das schon hinbekommt. Mich hat der Videokurs regelrecht beflügelt, weg von den fertigen Anleitungen zu gehen und selber meine eigenen Tücher zu kreieren. Und bisher habe ich eine Menge Spaß dabei!

Anmerkung: Der Kurs wurde mir kostenlos von Makerist zur Verfügung gestellt. Dennoch entspricht alles, was ich hier geschrieben habe, meiner persönlichen Meinung und wurde nicht beeinflusst.

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